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<title>Rahm</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Rahm</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Als <b>Rahm</b> oder <b>Milchrahm</b> bzw. im <a href="Bundesdeutsches_Hochdeutsch" title="Bundesdeutsches Hochdeutsch">bundesdeutschen Hochdeutsch</a> auch <b>Sahne</b>, im <a href="%C3%96sterreichisches_Hochdeutsch" class="mw-redirect" title="Österreichisches Hochdeutsch">österreichischen Hochdeutsch</a> auch <b>Obers</b> und im <a href="Schweizer_Hochdeutsch" title="Schweizer Hochdeutsch">Schweizer Hochdeutsch</a> auch <b>Nidel</b> wird die <a href="Fette" title="Fette">fetthaltige</a> <a href="Phase_(Materie)" title="Phase (Materie)">Phase</a> der <a href="Milch" title="Milch">Milch</a> bezeichnet, die beim <a href="Sedimentation" title="Sedimentation">Stehenlassen</a> ungesäuerter <a href="Rohmilch" title="Rohmilch">Rohmilch</a> natürlich an der Oberfläche aufschwimmt oder aus Rohmilch <a href="Zentrifugation" class="mw-redirect" title="Zentrifugation">abzentrifugiert</a> werden kann. Die Bezeichnungen sind regional unterschiedlich und werden zum Teil auch nicht einheitlich verwendet.
</p><p>Sahne ist physikalisch gesehen eine <a href="Emulsion" title="Emulsion">Emulsion</a> von <a href="Milchfett" title="Milchfett">Milchfett</a> in Wasser (die daraus hergestellte <a href="Butter" title="Butter">Butter</a> ist dagegen eine Emulsion von Wasser in Milchfett). Neben der grundsätzlichen Unterscheidung von ungesäuerter und gesäuerter Sahne gibt es eine Reihe weiterer Sahneerzeugnisse wie <a href="Schmand" title="Schmand">Schmand</a> oder <a href="Cr%C3%A8me_fra%C3%AEche" title="Crème fraîche">Crème fraîche</a>, die sich vor allem in ihrem Fettgehalt unterscheiden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herstellung_von_Rahm_und_Rahmprodukten"><span id="Aufrahmung"></span>Herstellung von Rahm und Rahmprodukten</h2></div>
<p>Sahne entsteht durch Aufrahmen der <a href="Milch" title="Milch">Milch</a>. Hierbei entmischt sich die Milch, indem die <a href="Emulsion" title="Emulsion">emulgierten</a> Milchfett<a href="Emulsion#Stabilität_von_Emulsionen" title="Emulsion">emulsionstropfen</a> aufgrund der geringeren <a href="Dichte" title="Dichte">Dichte</a> an die Oberfläche steigen und dort als Rahm aufschwimmen, der als solcher abgeschöpft werden kann; <a href="Magermilch" class="mw-redirect" title="Magermilch">Magermilch</a> setzt sich als dichtere Phase unten ab. Voraussetzung des natürlichen Aufrahmens ist, dass die Milch nicht <a href="Milch#Homogenisierung" title="Milch">homogenisiert</a> wurde, da hierdurch die Fettkügelchen zerkleinert und neu strukturiert werden, was das Aufrahmen verlangsamt.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Regel wird Rahm heute nicht mehr durch Aufrahmen, sondern durch <a href="Zentrifuge" title="Zentrifuge">Zentrifugieren</a> gewonnen. Hierbei wird das Milchfett so weit wie möglich abgetrennt, so dass die verbleibende Magermilch nur noch einen Fettgehalt von 0,03 % bis 0,06 % hat. Der gewünschte Fettgehalt des Enderzeugnisses wird durch Rückmischung beider Erzeugnisse erreicht. Waren, die die Bezeichnung Sahne oder Rahm tragen, müssen einen Mindestfettgehalt von 10 % aufweisen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Sahne enthält gegenüber Milch weniger <a href="Milcheiwei%C3%9F" class="mw-redirect" title="Milcheiweiß">Milcheiweiß</a>, dafür mehr Fett und fettlösliche <a href="Vitamine" class="mw-redirect" title="Vitamine">Vitamine</a>. Sie ist Ausgangserzeugnis für die <a href="Butter" title="Butter">Butter</a>- und <a href="K%C3%A4se" title="Käse">Käseherstellung</a>, wird aber auch „süß“ oder gesäuert frisch in der Küche verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Milchprodukte_aus_ungesäuertem_Rahm"><span id="Milchprodukte_aus_unges.C3.A4uertem_Rahm"></span><span id="Unges.C3.A4uerte_Sahne_(S.C3.BC.C3.9Fe_Sahne)"></span><span id="Ungesäuerte_Sahne_(Süße_Sahne)"></span>Milchprodukte aus ungesäuertem Rahm</h2></div>
<p>Die vor allem in Deutschland gebräuchliche Bezeichnung „süße Sahne“ oder „Süßrahm“ ist volkstümlich und dient nur zur Unterscheidung von <a class="mw-selflink-fragment" href="#Saure_Sahne">saurer Sahne</a>. „Süße Sahne“ bezeichnet den nicht weiter verarbeiteten frischen, nur <a href="Ultrahocherhitzung" title="Ultrahocherhitzung">ultrahocherhitzten</a> oder sterilisierten Rahm in verschiedenen Konzentrationen. Sie dient als Zutat für viele Speisen und Gebäcke, wird zu <a href="Schlagsahne" title="Schlagsahne">Schlagsahne</a> aufgeschlagen und als <a href="Kaffeesahne" title="Kaffeesahne">Kaffeesahne</a> zum Verfeinern von <a href="Kaffee" title="Kaffee">Kaffee</a> und <a href="Tee" title="Tee">Tee</a> verwendet.
</p><p><a href="Kondensmilch" title="Kondensmilch">Kondensmilch</a> wird umgangssprachlich auch „Kaffeesahne“ genannt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie wird aber im Normalfall aus fettärmerer Milch durch Wasserentzug hergestellt und zählt nicht zu den Sahneerzeugnissen – selbst bei Fettgehalten von 10 % oder 12 % darf sie nicht als Sahne angeboten werden.
</p><p>Gehandelt wird die ungesäuerte Sahne je nach ihrem Fettgehalt unter verschiedenen Namen:
</p>
<ul><li><b>Kaffeesahne</b> bzw. <b>Kaffeeobers</b> (auch <b>Kaffeerahm</b> oder <b>Teesahne</b>, selten auch <b>Creme</b>)<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> enthält mindestens 10 % Fett (in der <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a> mindestens 15 %). Es ist homogen flüssig, riecht produkttypisch und hat einen reinen Obersgeschmack.</li>
<li><i><b>Half-and-half</b></i> mindestens 10,5 % und weniger als 18 %</li>
<li><b>Schlagsahne</b> (Deutschland) enthält mindestens 30 % Fett (in der Schweiz mindestens 35 %).</li>
<li><b>Schlagobers</b>, pasteurisiert (Österreich) hat einen Mindestfettgehalt von 36 %. Es kann zur Verhinderung der <a href="Aufrahmung" class="mw-redirect" title="Aufrahmung">Aufrahmung</a> und eines Fettpfropfens als Stabilisator maximal 0,2 % <a href="Carrageen" title="Carrageen">Carrageen</a> (E407) enthalten. In ungeschlagenem Zustand ist es homogen flüssig-sämig. Aufgeschlagenes Schlagobers ergibt einen gleichmäßig mattglänzenden Schaum. Schlagobers riecht produkttypisch und hat einen reinen Obersgeschmack.</li>
<li><b>Schlagobers „extra schlagfähig“</b> (Österreich) hat einen Fettgehalt von mindestens 36 %.</li>
<li><b>Schlagsahne extra</b> oder <b>Konditorsahne</b> (Deutschland) hat einen höheren Fettgehalt von bis zu 40 %.</li>
<li><b><a href="Cr%C3%A8me_double" title="Crème double">Crème double</a></b> enthält mindestens 40 % Fett (in der Schweiz mindestens 45 %).</li></ul>
<p>Umgangssprachlich wird Obers in <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a> häufig mit Rahm gleichgesetzt. Dabei wird es meist als Verkürzung für die drei Varianten Obers, Kaffeeobers und Schlagobers und nicht allgemein als Synonym für Rahm verwendet.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Schlagsahne, die mit <a href="Zucker" title="Zucker">Zucker</a> und <a href="Bourbonvanille" class="mw-redirect" title="Bourbonvanille">Bourbonvanille</a> versetzt ist, wird als <a href="Cr%C3%A8me_Chantilly" title="Crème Chantilly">Crème Chantilly</a> bezeichnet.
</p><p>Im Handel befindliche frische Sahne ist immer <a href="Pasteurisierung" title="Pasteurisierung">pasteurisiert</a>. Sie hält gekühlt vier bis sechs Tage. Andere Wärmebehandlungen müssen als solche auf der Verpackung gekennzeichnet sein. Die mit der Konservierung verbundene Erwärmung bewirkt eine Veränderung des Geschmacks sowie eine <a href="Denaturierung_(Biochemie)" title="Denaturierung (Biochemie)">Denaturierung</a> der in der Sahne enthaltenen <a href="Protein" title="Protein">Proteine</a>, wodurch das Produkt etwas bekömmlicher wird. Ultrahocherhitzte Sahne hält ungekühlt bis zu sechs Wochen, sterilisierte bis zu einem Jahr.
</p><p>Ebenfalls gekennzeichnet werden müssen Stabilisatoren, die der Sahne zugesetzt werden, um ein weiteres Aufrahmen zu verhindern. Der am häufigsten verwendete Stabilisator ist <a href="Carrageen" title="Carrageen">Carrageen</a>, durch den sich allerdings auch der Geschmack der Sahne verändert. Das Aufrahmen der Sahne, das sich durch eine festere Schicht an der Oberfläche der Sahne zeigt, ist nicht, wie häufig angenommen, ein Indikator für Sahne mangelnder Qualität, sondern vielmehr ein Hinweis darauf, dass die Sahne keine Stabilisatoren enthält.
</p><p>Im <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">Englischen</a> ist der Ausdruck <i>Half-and-half</i> für eine Mischung aus Vollmilch und Sahne zu etwa gleichen Teilen üblich.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein solches Produkt entspricht im Wesentlichen Kaffeesahne; nach amerikanischer Rechtsverordnung muss <i>Half-and-half</i> einen Fettgehalt von mindestens 10,5 % und weniger als 18 % haben.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Schlagsahne" title="Schlagsahne">Schlagsahne</a></i></div>
<p>Süße Sahne mit hohem Fettanteil – mindestens 30 % – wird deshalb Schlagsahne (bzw. Schlagrahm oder Schlagobers) genannt, weil sie sich zu einer lockeren Creme aufschlagen lässt. Dies macht man von Hand oder maschinell mit einem Rührbesen oder auch mit professionellen Geräten wie dem <a href="Sahnebl%C3%A4ser" title="Sahnebläser">Sahnebläser</a> oder dem <a href="Sahneautomat" title="Sahneautomat">Sahneautomaten</a>. Geschlagene Sahne wird pur, gesüßt oder aromatisiert als Beigabe zum Kuchen genossen und dient in der <a href="Konditorei" title="Konditorei">Konditorei</a> als Ausgangsprodukt für Cremes, Torten und Desserts.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sauermilchprodukte_aus_Rahm"><span id="Saure_Sahne"></span>Sauermilchprodukte aus Rahm</h2></div>
<p><b>Saure Sahne</b> oder <b>Sauerrahm</b> (<i>Crème aigre</i>, auch <i>Crème acidulée</i>) ist Sahne, die mit <a href="Milchs%C3%A4urebakterien" title="Milchsäurebakterien">Milchsäurebakterien</a> versetzt wurde, wodurch sie neben einem leicht säuerlichen Geschmack eine festere, cremige Konsistenz annimmt. Zur Bindung warmer Gerichte ist saure Sahne aufgrund ihres hohen Fettgehaltes besonders geeignet, da sie nicht ausflockt. Gehandelt wird saure Sahne in verschiedenen Varianten unter diesen Namen:
</p>
<ul><li><b>Saure Sahne</b>, Sauerrahm enthält mindestens 10 % Fett.</li>
<li><b>Sour Cream</b> ([<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r227981795">
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</style><span class="navigation-not-searchable"><span class="IPA"><a href="Liste_der_IPA-Zeichen" title="Liste der IPA-Zeichen"><span title="Aussprache im Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA)" lang="zxx">ˈsaʊ̯ə ˈkriːm</span></a></span></span>] <span class="navigation-not-searchable" style="white-space:nowrap;"><span class="ext-phonos"><span data-nosnippet="" id="ooui-php-1" class="noexcerpt ext-phonos-PhonosButton oo-ui-widget oo-ui-widget-enabled oo-ui-buttonElement oo-ui-buttonElement-frameless oo-ui-iconElement oo-ui-labelElement oo-ui-buttonWidget" data-ooui="{"_":"mw.Phonos.PhonosButton","href":"\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/transcoded\/a\/a4\/GT_Sour_Cream.ogg\/GT_Sour_Cream.ogg.mp3","rel":["nofollow"],"framed":false,"icon":"volumeUp","label":{"html":"<span style=\"white-space:initial;\">Anh\u00f6ren<\/span>"},"data":{"ipa":"","text":"","lang":"de","wikibase":"","file":"GT Sour Cream.ogg"},"classes":["noexcerpt","ext-phonos-PhonosButton"]}"><a role="button" tabindex="0" href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/transcoded/a/a4/GT_Sour_Cream.ogg/GT_Sour_Cream.ogg.mp3" rel="nofollow" aria-label="Audio abspielen" title="Audio abspielen" class="oo-ui-buttonElement-button"><span class="oo-ui-iconElement-icon oo-ui-icon-volumeUp"></span><span class="oo-ui-labelElement-label"><span style="white-space:initial;">Anhören</span></span><span class="oo-ui-indicatorElement-indicator oo-ui-indicatorElement-noIndicator"></span></a></span><sup class="ext-phonos-attribution noexcerpt navigation-not-searchable">ⓘ</sup></span></span>), Butterfettanteil von 18–20 %.</li>
<li><b>Crème légère</b> ist eine fettärmere Variante der Crème fraîche mit einem Fettgehalt von meist um die 20 %.</li>
<li><b><a href="Schmand" title="Schmand">Schmand</a></b> ist eine fetthaltigere saure Sahne mit einem Fettgehalt von meist 20–29 %. Ein Zusatz von Bindemitteln (meist <a href="St%C3%A4rke" title="Stärke">Stärke</a>) ist erlaubt.</li>
<li><b><a href="Cr%C3%A8me_fra%C3%AEche" title="Crème fraîche">Crème fraîche</a></b> (<i>Crème fraîche épaisse</i>) enthält mindestens 30 % Fett, ein Zusatz von bis zu 15 % <a href="Saccharose" title="Saccharose">Saccharose</a> ist erlaubt. Crème fraîche darf nach der <a href="Fermentation" title="Fermentation">Fermentation</a> nicht mehr wärmebehandelt werden.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie">Etymologie</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sahne">Sahne</h3></div>
<p>Die Etymologie des Wortes <i>Sahne</i> ist nicht gesichert. Das im <a href="Vulg%C3%A4rlatein" title="Vulgärlatein">Vulgärlatein</a> vorkommende Wort <i>sagina</i> bedeutet „Mast, Nahrung, Fett“ und geht wohl als Lehnwort auf einen <a href="Keltische_Sprachen" title="Keltische Sprachen">keltischen</a> Stamm <i>*soig-men</i> zurück (vgl. <a href="Walisische_Sprache" title="Walisische Sprache">walisisch</a> <i>hufen</i>, <a href="Irische_Sprache" title="Irische Sprache">irisch</a> <i>uachthar</i>), der wohl seinerseits auf die <a href="Indogermanische_Sprachen" title="Indogermanische Sprachen">indogermanische</a> Verbwurzel <i>*seuə-g-</i> „saugen, auspressen“ zurückgeht. Über das <a href="Altfranz%C3%B6sisch" class="mw-redirect" title="Altfranzösisch">altfranzösische</a> Wort <i>saime</i>, das <i>Rahm</i> bedeutet, dürfte das Wort Sahne ab dem 14. Jahrhundert aus dem <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">Niederländischen</a> in der <a href="Provinz_Brabant" title="Provinz Brabant">Provinz Brabant</a> (dort belegt als <i>sane</i>) in die deutsche Sprache gekommen sein und tritt hier als typisch städtischer Ausdruck (ebenfalls in der Schreibung <i>sane</i>) zunächst für die verarbeitete süße Sahne auf.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-kluge_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-kluge-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rahm">Rahm</h3></div>
<p><i>Rahm</i> ist neben <i>Sahne</i> das am weitesten verbreitete Wort für dieses Nahrungsmittel im deutschen Sprachgebiet, wobei es in den Gebieten, die auch das Wort <i>Sahne</i> (in Deutschland) oder <i>Obers</i> (in Österreich) kennen, eher für den sauren Rahm verwendet wird, wie etwa in Bayern.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Rahm ist im <a href="Mittelhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelhochdeutsch">Mittelhochdeutschen</a> ab dem 11. Jahrhundert als <i>roum</i> belegt und findet sich auch im <a href="Altenglisch" title="Altenglisch">Altenglischen</a> als <i>rēam</i> und im <a href="Altnordisch" class="mw-redirect" title="Altnordisch">Altnordischen</a> als <i>rjúmi</i>. Im <a href="Awestisch" class="mw-redirect" title="Awestisch">Awestischen</a> existiert außerdem noch ein Wortstamm <i>raoɣna-</i> „Butter“. Die weitere <a href="Indogermanische_Sprachen" title="Indogermanische Sprachen">indogermanische</a> Herkunft dieses Wortes liegt im Dunkeln.<sup id="cite_ref-kluge_9-1" class="reference"><a href="#cite_note-kluge-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die synonyme Bezeichnung <i>Milchrahm</i> ist ebenfalls seit dem Mittelalter belegt.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Obers">Obers</h3></div>
<p>Lässt man unbehandelte Kuhmilch stehen und schöpft dann „das Obere“ ab, kommt man zum <i>Obers</i>.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>Grimm 1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nidel">Nidel</h3></div>
<p>Laut Duden stammt das Schweizer Wort für (Schlag)Rahm <i>Nidel</i> (in der Schweiz jedoch immer als Nid-le ausgesprochen) noch aus dem Mittelhochdeutschen (11.–16. Jahrhundert). Da bedeutete nidelen „absahnen“<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Im Kanton Bern steht <i>Nydle, Niidle</i> für Rahm allgemein,<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in anderen Kantonen, z. B. Obwalden, nur für Schlagsahne/-rahm.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Clotted_Cream" title="Clotted Cream">Clotted Cream</a></li>
<li><a href="Sahneersatz" title="Sahneersatz">Sahneersatz</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Steve Creamer: <i>Basic knowledge of Cream- & Milkproducts.</i> Rheinverlag, Mettmann 2006.</li>
<li>Yiu H. Hui u. a.: <i>Handbook of Food Products Manufacturing: Principles, Bakery, Beverages …</i>. Wiley & Sons, New York 2007, ISBN 978-0-470-12524-3, S. 739ff.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Sahne" class="extiw external" title="wikt:Sahne">Wiktionary: Sahne</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Rahm" class="extiw external" title="wikt:Rahm">Wiktionary: Rahm</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Obers" class="extiw external" title="wikt:Obers">Wiktionary: Obers</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Nidle" class="extiw external" title="wikt:Nidle">Wiktionary: Nidle</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Cream?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Sahne</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://goccus.com/campus.php?id=241">Sahnekunde</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Katja Borcherding: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://eldiss.uni-kiel.de/macau/receive/dissertation_diss_1305"><i>Untersuchungen zur Charakterisierung der Makro- und Mikrostruktur von Milchschäumen.</i></a> <a href="Dissertation" title="Dissertation">Dissertation</a>. <a href="Christian-Albrechts-Universit%C3%A4t_zu_Kiel" title="Christian-Albrechts-Universität zu Kiel">Christian-Albrechts-Universität zu Kiel</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/milchv/BJNR011500970.html">Milcherzeugnisverordnung MilchErzV</a></span>
</li>
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